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Ökologie und wirtschaftliche Notwendigkeit

Ein Ansatz bei der Produktion von Bioprodukten ist die nachhaltige Nutzung von Technologien zum Anbau von Baumwolle, Hanf, Bambus und anderen Faserpflanzen, die weniger Pestizide, Bewässerung und andere Arbeiten erfordern.

Bio-Baumwolle wird in mindestens 12 Ländern angebaut. Die vom Handelsverband veröffentlichten Zahlen für das Jahr 2004 zeigen, dass der Absatz von Bio-Baumwollfasern im Vergleich zum Vorjahr um ca. 22,8 % gestiegen ist. Produktion und Verkauf von Kleidung aus Bio-Baumwolle stiegen um 33 %. Der Anteil der Bio-Baumwolle an der weltweiten Baumwollproduktion beträgt jedoch nur 0,03 %. Diese Zahl könnte steigen, wenn die Einzelhändler beginnen, den Verkauf solcher Kleidung auszuweiten. Im Jahr 2004 begann Wal-Mart, Amerikas größter Einzelhändler, in seinen Sam’s Club-Filialen T-Shirts aus Bio-Baumwolle für Frauen zu verkaufen. Heute gehört das Unternehmen zu den weltweit größten Abnehmern von Bio-Baumwolle und bietet mehrere Linien von Kleidung und Bettwaren an. Bis Ende Juli 2006 hat das Unternehmen 5 Millionen Kleidungsstücke aus Bio-Baumwolle verkauft.

Es ist bekannt, dass etwa 60 % der im Produktionszyklus von Baumwollgeweben und Baumwollkleidung verbrauchten Energie mit Problemen der Reinigung und Trocknung bei hohen Temperaturen verbunden ist. Der Transport macht nur einen kleinen Teil der Energie bei der Herstellung von Baumwollprodukten aus. Die Produktion von Kleidungsstücken nur für den lokalen Bedarf führt daher nur zu einer geringen Einsparung von Energieressourcen.

Ein wichtiger Ansatz unter Umweltgesichtspunkten ist die Verwendung von Polymeren, die aus pflanzlichen Materialien hergestellt werden. Zu diesen Materialien gehört Polylactid. Dieses Polymer wird zu Fasern geformt und zu Stoffen gewebt, die unter streng kontrollierten Prozessen zu Kompost verarbeitet werden können. Polylactid wird auch zu Lebensmittelverpackungen und Getränkebehältern geformt. Versace ist einer der High-Fashion-Vertreter, dessen Kleidung umweltfreundliche Stoffe und Materialien verwendet.

Andere große und kleine Einzelhändler unternehmen verschiedene Schritte, um umweltbewusste Verbraucher anzusprechen. Tesco, der größte britische Einzelhändler, beauftragte die Universität Oxford mit der Entwicklung eines Systems zur Kennzeichnung jedes Produkts auf der Grundlage seines Kohlenstoff-Fußabdrucks. Das Programm wurde 2007 von der Supplier’s Association auf der British Garment Industry Conference hervorgehoben. Es wird festgestellt, dass grün und umweltfreundlich zu sein nicht länger eine Option ist, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit.