Dr. Vitruan - König im Reich der Sonntagsjäger

Hat er übertrieben?

„... des liest koa Sau“ meint der Feiber Firby, eine gute Seele aus diesem Buch.

Als Berufsjäger habe ich es jahrelang miterlebt und aus ethischen Gründen meinen Beruf an den Nagel gehängt. Ich beschreibe die geheimen Abgründe im schwelenden Sumpf der Hobbyjagd.

In diesem bis heute unkontrollierten Rotlichtbezirk der Naturnutzung spielen sich die unglaublichsten Tragödien ab. Ein heiterer Fingerzeig mit gleichzeitigem Plädoyer für eine Einschränkung dieses blutigen Hobby‘s. Schutzgebiete und ein neues ethisch vertretbares Wildtiermanagement unter professioneller, wissenschaftlicher Leitung halte ich für die Zukunft als absolut notwendig.

Dieses Werk ist all den trauernden Hunde- und Katzenbesitzern gewidmet, die ihre Lieblinge durch Hobbyjagdexzesse verloren haben. Es ist allen Spaziergängern, Kindern, Reitern, Radlfahrern usw. zugewand, die als Jagdstörer in Wald und Flur angepöbelt wurden. Das Buch ist eine bescheidene Rache für Wildtiere die angeschossen wurden und elendig zu Grunde gingen, weil Keiner Lust dazu hatte, sie nachzusuchen und vom Leid zu erlösen. Es ist ein Andenken an die verwaisten Frischlinge, denen unter dem Vorwand des „Wildschadens“ die Mutter weggeknallt wurde. Es ist ein Requiem an die auf sogenannten „Bewegungsjagden“ fast zu Tode gehetzten Wildwiederkäuer, die als Waldschädlinge dem neuen skrupellosem „Wald vor Wild“ Schießbefehl zum Opfer fallen. Zum Schluß denke ich auch an die vielen Berufsjäger, die ständig entlassen werden, weil sie sich herrischem Schwachsinn widersetzen.

Und meinen Dank sende ich an die Kollegen, welche unter Qualen ausharren, um wenigstens ein kleines Licht der Hoffnung brennen zu lassen. Trotzdem möchte ich aber auch den Azubis Mut zusprechen, die als junge Berufsjäger nach ihrer Abschlußprüfung wie Perlen vor die Säue geworfen werden.

Viel Spaß beim Lesen!

Euer Michel Maria Birg

Titelbild für etwaige Buchbesprechungen zur freien Verfügung